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Heute ... : Telefon-Terror

von malbrecht am 14.02.2009 14:08 (1821 Aufrufe)
Telefon-„Spam“ ist ein Ärgernis …

… besonders dann, wenn 10-15mal am Tag das Telefon auf der Privatnummer läutet und nach dem Abnehmen des Hörers am anderen Ende zwar ein Großraumbüro zu hören ist, nach der Meldung mit „Albrecht“ (in halbwegs männlicher Stimmlage) sofort aufgelegt wird. Nimmt meine Frau hingegen ab, erkenne ich schon an ihren entgleisenden Gesichtszügen, dass das Gespräch mit „Frau Ulrike Albrecht? Schön, dass ich Sie persönlich erreiche …“ begonnen hat.
Bei einem solchen Gespräch durfte ich vor einigen Wochen übernehmen und habe der „Dame“ am anderen Ende (ja, man sagt, man dürfe diese Menschen nicht verurteilen, sie seien doch froh, einen Job zu haben und müssten doch auch für ihren Unterhalt arbeiten – ok, aber warum soll man Prostituierte dann als „minderwertig“ betrachten? Die machen wenigstens einen Job, den ihre Kunden gerne in Anspruch nehmen!) erklärt, dass wir weder mit ihren Anrufen einverstanden sind, noch solche dulden – und dass ich zukünftig ihrer Firma jeden weiteren Anruf bei uns in Rechnung stellen würde. Sie stammelte irgendetwas, das ich als begeisterte Zustimmung zu diesem genialen Vertrag interpretierte – und legte auf. Die Adresse ihrer Firma (-zensiert- in Frankfurt) war, dank der angezeigten Rufnummer, leicht auf dem Vertragsdokument einzutragen, das ich während unseres Gesprächs angelegt hatte.

Bereits rund zwei Wochen später meldete -ZENSIERT- sich erneut (gut, man behauptete, für irgendein Medienunternehmen anzurufen – oder war es die Telekom? Oder war es die NASA? Na, jedenfalls war man froh, mit uns persönlich zu sprechen und so weiter). Ich verwies auf den bestehenden Vertrag, beendete das Gespräch und stellte selbiges -ZENSIERT- sofort in Rechnung. Dabei verlangte ich erneut Auskunft über Quelle und Inhalt der über uns gespeicherten Daten.

Unglaublicherweise bekam ich Auskunft über die Daten – ich habe vor Jahren einmal testweise auf einer Webseite, die angeblich ihre Daten nicht weitergibt, eine spezielle Emailadresse eingetragen, die eindeutig auf diese Webseite rückverfolgbar ist (die Mailadresse wurde nur dort verwendet). -ZENSIERT- hat offenbar von dem Betreiber der Webseite die „Falle“-Mailadresse gekauft (selbst schuld). Man würde die Rechnung aber nicht bezahlen, weil nach Ansicht von -ZENSIERT- kein Vertrag zwischen uns bestünde.

Das halte ich nun wieder für ein Gerücht – arbeiten diese Telefondrücker ja gerade nach dem Motto „überrumpeln, Vertrag schließen, nicht drüber nachdenken“. Wir haben ganz eindeutig einen Vertrag im üblichen Telefondrücker-Stil abgeschlossen (ich habe der Mitarbeiterin die Fakten dargestellt, -ZENSIERT- hat durch einen erneuten Anruf bei uns die gestellten und vereinbarten Bedingungen akzeptiert. Ich finde es erstaunlich (und bezeichnend), dass eine Firma, die von Überrumpelungs-Verträgen lebt, selbst nicht bereit ist, einen solchen zu erfüllen.
Nun, ich habe -ZENSIERT- ausnahmsweise angeboten, wegen ihrer schnellen Informationsstellung wahlweise an den weißen Ring oder SOS Kinderdorf eine Spende mit dem Betreff-Text „es tut uns Leid“ oder „wir geloben Besserung“ zu überweisen. Alternativ bestehe ich natürlich auf der Erfüllung des telefonisch eingegangenen Vertrages.

Warten wir ab, ob die Firma -ZENSIERT- seriös arbeitet. Bislang kann man ihr Verhalten bestenfalls als halbseiden bezeichnen.
Darf ich den Namen der Firma eigentlich nennen? Ich meine: Ich habe mit ihr immerhin einen Vertrag am Laufen und sie ruft uns mehrfach ohne unser Einverständnis an. Eigentlich müsste man sie doch öffentlich machen können, oder?


 
 
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